Der
junge Hergé (4) - abgenabelt

Mit dem nächsten Abenteuer
- Der blaue Lotus - tritt eine entscheidende Wende
im Leben Als die Ankündigung erfolgt,
daß Tim als nächstes nach Shanghai reisen wird, erhält
Hergé von der chinesischen Studentenvereinigung der Akademie
der schönen Künste - Leuven (Belgien) ein Schreiben,
in dem er inständig gebeten wird, sich zuvor eingehend über
das Land und die Leute zu informieren.


So spiegelt
das Abenteuer selbstverständlich die langen Gespräche
miteinander deutlich wieder. In einer Szene schildert Tim dem
jungen
Chinesen Tchang das Bild, das man in Europa von den Chinesen hat.
Dieser kann darüber nur lachen.
Hergé drückt hiermit die Lächerlichkeit der Vorurteile
aus und zeigt
erstmals seine antirassistische Haltung; ein Aufruf gegen Fremdenhaß.
Hergé nabelt sich
in diesem Prozeß von den bisherigen Einflüssen
ab und wird in seinen Geschichten erheblich tiefgründiger.
Das Album handelt neben dem angesprochenen Antirassismus
vom Kampf gegen Rauschgift und vom Krieg Chinas gegen Japan.
Seinen Freund
Tchang, den er durch die Recherchen zu diesem bedeutenden Album
findet, sieht er erst im Frühjahr 1981 wieder.
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