Der junge Hergé (1) - beeinflußt


Im Land der Sowjets

Am 10.01.1929 ist es endlich soweit - Tim und Struppi werden "geboren" und erscheinen erstmals in Le Petit Vingtième.

Der Direktor der Zeitung, Abt Wallez, dessen antikommunistische Haltung bekannt ist, veranlaßt Hergé mit Hilfe des neuen Abenteuerhelden, dem Bolschiwismus den Garaus zu machen. So entsteht die Serie Tim im Land der Sowjets.

Dennoch ist die erste Geschichte nicht direkt als politisch zu bezeichnen.
Hergé scheint erst im Handlungsverlauf die Geschichte zu entwickeln.

Entstehung der TolleBesonders beeindruckend sind die Bilder, in denen Geschwindigkeit - von der Hergé fasziniert ist - dargestellt wird. So entsteht bei einer Autofahrt (auf Seite 10) erstmals Tims Haartolle, die er fortan trägt und die zu einem seiner Markenzeichen wird.


Natürlich verfügt Hergé nicht über die ausreichenden Mittel sich eingehend über das Land zu informieren oder sogar dorthin zu reisen. So beschränkt sich sein Wissen auf die Aufzeichnungen eines belgischen Konsuls, veröffentlicht in dem Buch "Moscou sans Voile" (=Moskau ohne Schleier).

Wahlen in Russland

Hieraus sind ganze Textpassagen übernommen worden, so beispielsweise die Teile
über manipulierte Wahlen in Russland.

 


Im Verlauf der Handlung kritisiert er die Unterstützung Russlands durch Belgien (hier insbesondere durch die linken, wallonischen Städte), indem er die dummen Ausländer zeigt, die auf die billlige Propaganda des Regimes hereinfallen und nach Russland reisen, .

Tims Rückkehr

Im Rahmen des großen Erfolges kommt der Werbestratege Wallez auf eine originelle Idee :

Er mobilisiert die Pfadfinder und junge Anhängerschaft Tims und inszeniert in Brüssel die Rückkehr Tims von dessen Russlandreise.

Auf Grund des überwältigenden Erfolges
insgesamt entschließt man sich natürlich
die Serie fortzusetzen.


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