die Einflüsse
der Jugend
Als der I.Weltkrieg endet, ist Hergé 11 Jahre alt.
Beeinflußt durch einen Freund des
Vaters, der der katholischen Kirche sehr nahe steht, muß
Georges die laizistische Grundschule Ixelles verlassen und auf
das konservative, katholische Institut Sankt Bonifazius wechseln.
Zunächst verschließt er sich dem Umfeld, wird jedoch
durch die Einflüsse, die geprägt sind von der katholischen
Rechten Belgiens, der Familie und der inneren, sozialen Spaltung
des Landes, bestürmt.
Er
muß neben der Schule auch den weltlichen Stamm der Pfadfinder
verlassen und sich der katholischen Linie anschließen.
Hierdurch wird es ihm möglich im Alter von 14 Jahren (1921)
in der Pfadfinderzeitung " Jamais assez" ab 1923
in
" Le Boy-Scout Belge " seine ersten
Zeichnungen
zu veröffentlichen.
Ab 1924
unterzeichnet Georges Remis mit Hergé und es
erscheinen seine ersten Bildergeschichten
" Aventures de Totor " - dem Vorläufer von
Tintin.
Nach Ende der Schule und Absolvierung des Militärdienstes erhält Hergé durch Vermittlung eines befreundeten Pfadfinderführers wieder eine Anstellung bei der Zeitung
im Bereich der Abbonnementbearbeitung.
Direktor der Zeitung ist zu dieser Zeit der Abt Norbert Wallez, der Hergé in den nächsten Jahren stark beeinflussen wird.
Pierre Assouline (Journalist) beschreibt
Wallez im Themenabend des Fernsehsenders ARTE als einen
etwas groben, aber durchaus sympathischen Menschen, der polemisch
und extrem konservativ auftritt. Er zeigt sich begeistert von
Mussolini und dem in
Europa stärker werdenden Faschismus.
Der
Geistliche versucht aus Georges Remis einen Fotoreporter zu machen
- ohne Erfolg.
Ihm fallen jedoch Hergés Zeichnungen
auf, für die er sich immer mehr begeistert.
Er setzt ihn als Zeichner ein. Kurze Zeit später, zum 1.Nov.1928
überträgt er ihm die Leitung der Zeitungsbeilage für
junge Leser :
"
Le Petit Vingtième " (
= das kleine Zwanzigste )
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