Gereift zur Kritik
In Der Fall Bienlein beschäftigt sich Hergé mit der pessimistischen Sichtweise der Wissenschaftler hinsichtlich des Umgang mit ihren Forschungsergebnissen. Ähnlich dem Verhalten Einsteins oder Oppenheimers (Erfinder der Atombombe).
So gelangt in diesem Abenteuer
ein nahezu stalinistisches Regime in den Besitz der Entwicklung
Bienleins.
Bienlein wendet sich daher fast von seiner Arbeit ab; er entwickelt verhältnismäßig ungefährliche Raketenrollschuhe oder beschäftigt sich mit dem Züchten von Rosen (in Die Juwelen der Sängerin).




Auch in den weiteren Bänden zeigt sich Hergé weiter
kritisch:
Auch seine Kritik an den neuen Medien wird
spürbar.
Bereits 1937 in Die schwarze Insel zeichnet
er einen Fernseher (1936 wurde erstmals
eine Sendung in England ausgestrahlt - Belgien muß auf eigene
Sendungen noch fast
20 Jahre warten).
Das Fernsehen wird jedoch zur Verbreitung von Gerüchten nicht
von Wahrheiten benutzt.
Vor diesem Hintergrund
erscheint auch erstmals
Kiesewetter;
er steht für Herdentrieb, trautes Heim und eine Gesellschaft,
die sich vom Fernsehen verdummen läßt.
Tim und die Picaros ist dann erstmals wieder
nach 20 Jahren ein Abenteuer mit politischem Thema - jedoch ohne
Ideologie, nur nüchterne Tatsachenbeschreibung.
Geleitet von dem Satz Nitsches Jede Überzeugung ist
ein Gefängnis.
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