Text angelehnt an die Werkausgabe HERGÉ, Calsen Verlag - Copyright Hergé / Moulinsart 1999

 Popol und Virginia... bei den Langohr-Indianern

Ein ehr ungewöhnliches Werk Hergés aus inhaltlichen und formalen Gründen. Die endgültige Fassung ist das Ergebnis einer langen Reihe stets neuer Bearbeitungen, an denen sich sehr schön studieren läßt, warum Hergé manche seiner Geschichten immer wieder neu in Szene setzt.

Als erster Vorläufer von Popol und Virginia kann man die noch nicht signierten Seiten unter dem Titel "Les Aventures de Tim l'écureuil au Far-West" (Die Abenteuer des Eichhörnchens Tim im Wilden Westen) ansehen, die im Herbst 1931 in einer frei verteilten Werbezeitschrift des Brüsseler Warenhauses L'Innovation erschienen sind.
Wie auch bei TOTOR sind Text und Zeichnung -in einer Art, die man von Max und Moritz kennt- streng getrennt.

Zwei Jahre später taucht das Konzept unter dem Titel "Les Aventures de Tom et Millie" (Die Abenteuer von Tom und Millie) in schwarz, rot und weiß in Pim et Pom, den Sonderseiten der wöchentlichen Sonderbeilage der Tageszeitung La Meuse. Hier waren die Eichhörnchen Bären und es tauchte des Markenzeichens des Comics, die Sprechblase, auf. Signiert waren die Bilder mit R.G. (später Hergé=RG).

Die ersten Seiten des Albums sind zweifelsfrei die stärksten - sehr zeitkritisch.


Als modisch bedingt die Geschäfte des Hutmachers Popol schlecht geht, zieht es die Beiden nach Amerika ....


Leider ist der Rest der Geschichte nicht so gelungen wie der Beginn.

Hergé selbst sagte einmal über das Konzept: "Es sollte ein Versuch sein, Tiere agieren zu lassen, aber ich habe schnell bemerkt, daß mir das nicht sehr lag. Darum bin ich bald zu richtigen Personen zurückgekehrt." - meines Erachtens schon während der Entstehung der Geschichte, auch wenn es ein überaus interessantes Werk ist.



Herr Mops - Dropsy - M.Bellum - Stups u. Steppke - Totor - Jo, Jette u Jocko - Popol u. Virginia